Die Poesie des Buchhalters

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Ausstellung

Die Poesie des Buchhalters – Ulrike Damm, Zeichnungen 

in der Zitadelle Spandau Berlin, November 2016 bis März 2017

Schnitt: Sarah Levine, Berlin

Aus dem Pressetext zur Ausstellung: Auf über 3000 Papierbögen, Zetteln und Karteikarten hat die Berliner Künstlerin Ulrike Damm ihre Roman-Trilogie übertragen. Entstanden ist eine bedrückende wie beeindruckende Textinstallation.

Drei Texte hat die Berlinerin Ulrike Damm seit 2013 in kurzer Aufeinanderfolge geschaffen: „Ich bin nicht müde, ich bin verrückt“ (2012) erzählt die Geschichte der eigenen Mutter, die an Alzheimer erkrankt, ihr Leben vergisst und verliert. In dem Roman „Musik stört beim Tanzen“ (2014) ist das Schweigen beschlossene Sache der Protagonistin, die nicht mehr mitspielen mag. Sie hört auf zu Sprechen und lebt anderthalb Jahre in einem Heim für Demente. Aus freien Stücken entzieht sie sich jedem Kommentar, gewinnt Eigenständigkeit und Weisheit zurück, die in ein Tagebuch mündet.

„Die Poesie des Buchhalters“ (2015) erzählt von einem Paar, das ungestört aneinander vorbei lebt. Seine akribischen Notizen an den Wohnungs-wänden, kommentiert sie schriftlich, weil sie nicht miteinander reden können. Auch das ein Ausweg.

„In all den Texten geht es um das Leben, den Versuch, es richtig zu machen und den Verlust.“ erklärt Damm selbst ihre Trilogie verlorener Worte. „Es geht darum wie wir unser Denken und Tun beschreiben. Als ich die Texte geschrieben hatte, wollte ich sehen, wie sie aussehen.“

Hannelore Hoger bei der Lesung aus: „Ich bin nicht müde, ich bin verrückt“ in der Ausstellung
„Die Poesie des Buchhalters“ im Februar, 2017
Hannelore Hoger bei der Lesung aus: „Ich bin nicht müde, ich bin verrückt“ in der Ausstellung
„Die Poesie des Buchhalters“ im Februar, 2017

Zur Ausstellung erschien das Buch „Die Poesie des Buchhalters“.
Hardcover, 144 Seiten
Damm und Lindlar Verlag.

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